Der ganz normale Wahnsinn!!!
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Meine Kindheit war eigentlich schön. So habe ich es jedenfalls in Erinnerung. Die ersten 5 Jahre jedenfalls.

Dann kam das Erlebnis mit meinem Vater in der Stadt. Ich war 5 oder 6. Wir liefen die Straße entlang als uns jemand entgegenkam, nicht ungewöhnlich, und doch anders als sonst. Er schaute mich an und irgendwie verspürte ich den Drang ihn meinen Arm entgegen zustrecken. Ich tat es. Er fasste nach meiner Hand, doch mein Vater zog mich weiter. Es war mein großes Glück, das ich nicht alleine unterwegs war.
Wochen später, ein Bild im Fernsehen, er, Missbrauch und ich glaube sogar der Tod spielte eine Rolle. Momentan bin ich nach der Sache in Dresden mit der Kleinen ziemlich neben der Spur. Dieser Täter hat erschreckende Ähnlichkeit mit ihm von damals.

Damals hatte ich viele Freundinnen in der Schule. Und auch im Hinterhaus wohnten Großeltern die eine kleine Enkelin in meinem alter hatten. Wir spielten immer zusammen, wenn sie da war. Dann zogen sie weg. Habe sie vor 1 ½ Jahren wieder gefunden, doch Kontakt haben wir keinen mehr.

1995 war ich bereits das zweite mal zur Kur. Dort verunglückte ein für mich zum Freund gewordener Junge schwer. Bis heute weis ich nicht, ob es lebt oder behindert ist oder was. Zu gern wüsste ich es.

1998 war ich das dritte mal zur Kur. Danach fing irgendwie alles mehr oder weniger an. Ich war oft Krank, Kopfschmerzen. Manchmal redete ich mir so oft ein das ich welche habe, bis ich sie wirklich bekam.

In der 8. Klasse lernte ich Christian kennen. Er war ein Brieffreund oder auch mehr, so dachte ich jedenfalls. In den Sommerferien wollte ich ihn besuchen. Erst war ich 3 Tage bei Nicole in Dresden und danach ging es, mit meiner damals besten Freundin Romy, nach Düsseldorf. Das war der Reinfall überhaupt. Er nicht da. Auch der an dem Haus so einen Kiosk betreib meinte der das er hier nicht wohnen würde und schon andere da gewesen wären. Übernachten auf dem Bahnhof und mit dem ersten Zug zurück. Der Kontakt war damit auch vorbei.

In diesem Sommer kam ich mit Martin zusammen. Ich kannte ihn schon lange. Habe ihn auf einem Geburtstag bei einer Freundin kennen gelernt. Damals war ich 7 oder 8 Jahre. Jetzt war ich 15. Unsere Beziehung lief gut, die ersten 2 Jahre jedenfalls. Allerdings schon im ersten Jahr hatte ich echte Schwierigkeiten. Das fing Anfang der 10. Klasse mit einer abgebrochenen Kur an. Danach bin ich in dieser Klasse von Mitschülern und auch von Lehrern sehr gemobbt worden. Ich wollte die Schule wechseln und durfte nicht. Danach war ich ab dem zweiten Halbjahr krank. Habe nur noch die Prüfungen mit gemacht und sonst blieb ich der Schule fern. Panikattacken überkamen mich bei jedem versuch diese Schule zu betreten. Doch damit fing das Drama erst an. Ich machte meinen Realschulabschluss, mehr oder wenig schlecht. Die mündlichen Prüfungen habe ich beide verhauen, aber richtig. Ich wusste nichts mehr. Habe dennoch bestanden. Was für ein Wunder. Na ja, habe mich in der Zeit aber auch nicht um ne Ausbildung gekümmert. Ich hatte einfach keinen Nerv für irgendwas.
Nach dem Sommerferien fing ich so ein Übergangsjahr an, doch das brach ich schnell wieder ab. Da ich aber noch Schulpflichtig war musste was anders her. Ich machte einen anderen Lehrgang, mit viel Praktikum. Das ich in einem Kindergarten absolvierte. Im Januar allerdings setzte mich dort mein Rücken außer Gefecht. Ich wollte von einem Kinderstuhl aufstehen und spürte Schmerzen und das ich steif war. Ich dachte, das gehe wieder vorüber. Aber eine Stunde später konnte ich nicht mehr. Ab nach Hause und zum Arzt. Es war ein Freitag. Dieser schickte mich sofort ins Krankenhaus, wo ich bis zum nächsten Dienstag blieb. Ich hatte einen akuten Bandscheibenvorfall und bin gerade so um eine Op herum gekommen. Danach war ich 4 Wochen krank. Um mich zu schonen. Doch als ich wieder kam wollten die mich in einen anderen Praktikumplatz stecken und das obwohl ich bereits eine Ausbildung zur Kinderpflegerin hatte. Ohne mich. Ich ging einen Tag hin. Es war ein Hotel. Und ich wusste, das das meinem Rücken nicht gut tun würde. Ich sollte mich dann entscheiden entweder ein anderer Praktikumplatz oder abbrechen. Ich brach ab. Ende Februar. 2 Wochen war ich noch schulpflichtig. Der Direktor in der Berufsschule wollte mich dennoch in den 2 Wochen in der Schule dort sehen. Was sollte ich 2 Wochen dort? Ich lies mich krank schreiben.
Und dann war ich lange zu Hause. Bis ende August. Ich begann meine Ausbildung zur Kinderpflegerin in der Außenstelle in Hohenstein- Ernstthal. Na ja, ein paar Wochen später gab es etwas was mich wieder aus der Bahn warf. Eine Unterstellung. Der Tag war für mich gelaufen. Ich fuhr nach Hause war fertig. Doch am Montag ging ich wieder hin. Im Februar dann bekam ich wieder diese Panik. Ich musste bereits auf dem Bahnhof in Chemnitz umdrehen. Mir wurde schwindelig, schwarz vor den Augen und in meinem Kopf herrschte ein unglaublicher Druck. Ich bekam einen Heulanfall und rief meinen Freund an. Na ja, ich erklärte ihm die Situation und fuhr heim. Danach war ich auch wieder lange krank. Ich wollte das Jahr wiederholen. Allerdings in Zwickau. Da ist der Hauptsitz dieser Schule. Alles gut und schön. Doch das hieß auch, wohnen in einer fremden Stadt.
Ach ja, etwas gab es noch, bevor ich die Ausbildung überhaupt angefangen habe habe ich versucht eine Therapie im „Weisen Hirsch“ in Dresden zu machen. Doch ich brach schon am ersten Tag ab, musste eine Nacht bleiben und durfte am nächsten Tag gehen. Dann probierte ich es mit einer Tagesklinik in Leipzig. Eine für Jugendliche. Ich war zwar bereits 18. Aber ich durfte dennoch kommen. Doch was die forderten konnte ich nicht bringen. Ich sollte wie alle anderen pünktlich da sein. Das ging nicht. Da der erste Bus erst kurz nach 6 Uhr fuhr und dann noch eine Zugfahrt und der Weg vom Bahnhof dort hin. Na ja, habe dann auch dort abgebrochen nach dem ersten Tag.
Doch in Dresden habe ich es ein zweites mal probiert. In der selben Klinik. Ich bekam eine neue Chance. Dort lernte ich K. kennen. Er gab mir das was mir zu Hause bei meinem Freund gefehlt hat. Er nahm ich in den Arm und so. Na ja, ich musste dann nach 2 Wochen diese Klinik wieder verlassen. Festgelegt waren aber eigentlich 12 Wochen. Na ja, sie sagten mir ich hätte zu wenig Motivation. Was hätten sie auch anderes sagen sollen? Sie haben ein Verhältnis! Was gar nicht so war. Nicht zu dieser Zeit. Danach traf ich mich noch ein paar mal mit K. und wir hatten Sex. Ja, das hatten wir. Ich habe meinen Freund mit ihm betrogen. Und das wahrscheinlich, weil er so eine Anziehung auf mich hatte, den verliebt war ich nicht in ihn. Er hat sich an kleinen Jungs vergangen und ist deswegen auch verurteilt wurden und musste deswegen dort diese Therapie machen. Die er 2 Wochen später allerdings auch beenden musste, weil er seine Geschichte offen legte und es eben Patienten gab, die genau das erlebt haben. Ich habe ihm auch von meiner Geschichte erzählt, als ich 5 oder 6 Jahre alt war. Er versicherte aber immer, das diese Jungs meinten, sie würden ihn lieben. Na ja, ich weis nicht. Kann man einem Kind so was wirklich abnehmen? Es ist jung und naiv und das zu missbrauchen ist echt nicht toll. Heute habe ich keinen Kontakt mehr zu ihm und ich will es auch nicht mehr. Er wird immer ein Teil meines Lebens bleiben, aber ihn wiedersehen, nein das will ich nicht. Niemals. Ich würde sogar von einem gewissen Missbrauch sprechen, denn schließlich wollte ich das ganze ja gar nicht.
Wegen dieser Sache trennte sich mein Freund von mir erst mal. Wir wohnten dennoch zusammen und schliefen in einem Bett.

Also, ich musste mir eine Wohnung in Zwickau suchen. Fand auch eine. Ziemlich außerhalb. Nicht das schönste Viertel. Na ja, wollte ja eigentlich ins Internat, aber da gab es keinen Platz mehr.
Nun ja, dort habe ich dann ziemlich genau einen Tag gelebt. Am zweiten Tag in der Schule musste ich schon während der ersten Stunde gehen. Wieder Panik. Ich fuhr nach Hause. Auf dem Bahnhof fuhr mich noch so ein alter Arsch blöde an, als ich ihn fragte ob ich vor dürfe, da mein Zug gleich fahren würde. Na ja, eine nette Dame lies mich dann vor. Nützte nichts ich verpasste ihn trotzdem. War aber nicht so schlimm. Nahm den nächsten und musste dann deswegen in auch nicht in Chemnitz ne halbe Stunde auf den Anschluss warten.
In Döbeln wurde ich abgeholt. Mein Onkel, meine Tante und meine Ma waren da. Ich sah das meine Ma weinte und konnte deswegen keinen Schritt mehr gehen. Ich weinte auch. Meine Tante kam und nahm ich in den Arm und sagte mir, das mir keiner böse wäre.

Ach ja, davor hatte ich noch eine Kur, die ich auch abbrach. Ich war in der Zeit wieder mit meinem Freund zusammen, doch kurz vor dem Ausbildungsbeginn machte er wieder Schluss.

Wir fuhren zu meiner Psychiaterin. Diese telefonierte sofort mit einer Klinik. 2 Tage später war ich dort. In der Psychiatrie in Zschadraß.
Dort blieb ich 3 ½ Wochen. Dann kam ich in die Tagesklinik in Döbeln und war dort 4 ½ Wochen. Es war jetzt ende Oktober.
Seit dem bin ich wieder relativ stabil. Es gibt zwar Tage an denen es mir nicht gut geht und ich mich verletzte, aber die sind selten geworden.

Ich bin mit meinem Ex zu dem Entschluss gekommen, das wir unserer Beziehung keine weitere Chance geben. Wir wollen lieber Freunde bleiben.

Ach ja, noch immer habe ich die Vermutung als Kind sexuell missbraucht wurden zu sein. Doch bisher ist es eben nur eine Vermutung.

Im September 2004 starb Jojo in Kanada. Er war wie ein kleiner Bruder für mich geworden. Leider hatte ich nie die Möglichkeit ihn persönlich kennen zu lernen. Er musste leider viel zu früh gehen. Er war gerade einmal 12 Jahre alt. Zur Zeit habe ich noch Kontakt zu seiner Adoptivschwester Anna. Irgendwann möchte ich mit ihr in Hamburg auf dem Friedhof, wo schon seine Mam mit seiner Zwillingsschwester, dem kleinen Bruder und der Zwillingsschwester von Anna liegt, abschied nehmen. Das ist sehr wichtig für mich und irgendwann werde ich dies auch tun.

Auch wenn ich in der Psychiatrie war bin ich keines Wegs gefährlich. Nein. Es ist manchmal nur so, das man einfach Zeit braucht um sich Selbst zu finden. Es ist deshalb manchmal besser, von der Außenwelt getrennt zu sein. Eine Auszeit sich von dieser zu nehmen. So war es auch bei mir. Mir hat die Zeit gut getan und ich hoffe, dass ich jetzt einen besseren Neuanfang starten kann bzw. schon gestartet habe.

Susi



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